Probeshooting mit Franzi und Micha

Jeder Hochzeitsfotograf geht an seine Arbeit anders heran – was möchte er liefern, wie lange möchte er arbeiten, was ist inklusive, was kann dazugekauft werden. Als ich mich dazu entschieden habe, mit Hochzeitsbildern Geld zu verdienen, habe ich mich sehr intensiv mit diesem Thema beschäftigt. Ganz zentral war deswegen die Frage, was für mich eine Hochzeit ausmacht. Was ist das Wichtigste, worauf könnte ich verzichten, was muss unbedingt dabei sein? Das Wichtigste – na klar: das Brautpaar. Was muss unbedingt dabei sein: die engsten Familienmitglieder, die wichtigsten Freunde. Unverzichtbar sind auch die Ringe, ein schöner Strauß, Deko, ein schönes Kleid, das Essen. Alles fügt sich zu einem Ganzen zusammen und rahmt die Trauung ein, die der rituelle Höhepunkt des Tages ist. Ich möchte aber auch alles ein bisschen feiern, ich möchte die Trauung nicht überbewerten – dafür ist sie vielleicht zu nüchtern, auf jeden Fall viel zu schnell vorbei und man erlebt sie doch irgendwie wie in Trance. So viele Paare sagen mir noch am Hochzeitstag, dass sie sich an nichts zur Trauung erinnern können, außer dass die kleine Nichte im Altarraum herumgestiefel ist. Umso wichtiger sind also auch die Stunden vor der Trauung – das Hübschmachen, die Aufregung, die kleinen Missgeschicke. Und danach – die Freudentränen, das Händeschütteln, Drücken, miteinander lachen, tanzen… Summa Summarum: Für mich ist eine Hochzeit nicht nur eine Stunde Trauung, sondern der ganze Tag.

Deswegen stand ganz schnell fest, dass ich nur ganztägige Hochzeitsreportagen fotografieren möchte und alle Bilder als Gesamtpaket inklusive der digitalen Daten, Onlinegalerie und Fotobuch anbiete. Ich möchte super individuelle und persönliche Bilder einfangen, ich möchte mit dabei sein, essen, tanzen, gratulieren, feiern, freuen, weinen. Und aus der Perspektive eines Freundes professionelle Fotos machen. Um diesem Ziel näher zu kommen, habe ich mich dazu entschieden, dass bei jeder Reportage auch ein Probeshooting inklusive ist. Das ist so etwas ähnliches wie ein Engagementshooting, nur viel näher am Hochzeitstag dran. Wir schauen uns die Location gemeinsam an, probieren Posen aus, versuchen herauszufinden, was am besten passt – alles in Allem, was authentische Fotos ausmacht. Das Brautpaar lernt meine Arbeitsweise, meine Art zu reden kennen. Ich sehe die kleinen Macken und Fehler, die ich entweder vermeiden, retuschieren und vielleicht sogar herausarbeiten sollte. Und vor allem, haben alle eine Idee, wie es am Hochzeitstag ablaufen wird: Ein Punkt weniger, nervös zu sein ;-).

Mit Franzi und Micha war es nun etwas ganz besonderes: Da die Hochzeit in der Nähe von Zwickau stattfand und ich am Tag zuvor anreiste, haben wir kurzerhand das Probeshooting am Nachmittag vor der Hochzeit gemacht :-). Und es war soooooo schön – das Licht war so sanft, es wehte ein laues Lüftchen. Es war alles vorbereitet, Franzi und Micha nur ein bisschen aufgeregt und selbst das war während unseres Bummels durch die Felder vergessen. Am Abend bin ich müde und glücklich in mein Bettchen gefallen, der Mond ging vor meinem Fenster langsam auf und ich konnte mich so richtig auf den kommenden Hochzeitstag freuen.01-engagementshooting-annelie-brux-fotografiepinimage02-engagementshooting-annelie-brux-fotografiepinimage03-probeshooting-annelie-brux-fotografiepinimage04-probeshooting-annelie-brux-fotografiepinimage05-probeshooting-annelie-brux-fotografiepinimage06-probeshooting-annelie-brux-fotografiepinimage07-probeshooting-annelie-brux-fotografiepinimage08-hochzeitsfoto-annelie-brux-fotografiepinimage09-paarbilder-annelie-brux-fotografiepinimage10-probeshooting-annelie-brux-fotografiepinimage

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