Momente

Familienbilder-Kinderfotos 1

Je länger ich mich mit mir und meiner Arbeit beschäftige, je länger ich fotografiere, umso mehr wird mir klar, was ich will und was ich nicht will. Ich bin ein Mensch, der lebendig ist, viel lacht, sehr viel unternimmt, die Welt mit offenen Augen betrachtet und zu vielem einen klaren Standpunkt hat, ihn aber nicht zwangsläufig äußern muss. Ich habe vor allem in den letzten Jahren durch Ansgar viel über mich gelernt. Ganz ehrlich: Ohne Kinder lebt man so vor sich hin, mit ihnen kommt echt Leben in die Bude. Er bringt mich an Stellen zum Lachen, wo ich nicht lachen sollte, er lässt mich erwachsen werden und Kind bleiben zugleich. Vor allem schärft er meinen Blick für die wirklich wichtigen Dinge des Lebens. Das sind die Menschen, die Beziehungen, dass man eine tolle Zeit miteinander verbringen sollte, loslassen lernt und aufhört seine eigene Meinung oder Einstellung über andere zu stülpen. Jeder lebt sein eigenes Leben, nicht das der anderen. Es hält so viele Dinge für uns bereit, alles zu steuern geht gar nicht, Überraschungen sind wichtig und würzen den Alltag. Dann muss man aber auch Platz für Überraschungen lassen – sonst passieren sie ohne einen.

Schließe ab mit dem was war, sei glücklich mit dem was ist und offen für das was kommt. Das Leben ist schön, von einfach war nie die Rede.

unbekannt

Ich möchte dies auch in meinen Fotos und Fotoshootings ausleben. Frei sein und anderen die Freiheit lassen. Kreativ sein und spüren, dass meine Kreativität gewünscht ist. Ich bin kein Abfotografierer, ich fange Momente bildlich ein. Locker lassen, den Moment genießen, den Wind auf der Haut zu spüren ist dafür elementar. Eltern, die ihre Kinder mit den Worten vorschicken, sie sollen sich mal zusammenreißen und machen was die Tante da sagt – die sind bei mir fehl am Platze. Oder sollten überdenken, was sie für Ansprüche haben. Das Prinzip der Gleichwürdigkeit lebe ich nicht nur in meiner Beziehung sondern auch in meiner Arbeit. Gleichwürdig heißt nicht, dass jeder machen kann was er will, sondern alle Wünsche und Ideen berücksichtigt werden – und zwar ernsthaft. Es gibt Momente, wo wir als Erwachsene führen müssen. Aber ganz ehrlich: Ein Fotoshooting ist kein Zähneputzen und kein Tisch abräumen. Da MUSS man nichts. Außer sich dem Moment und der Familie hingeben, loslassen und sich spüren. Ein Bild, das entstehen muss, ist kein gelebtes Bild.

Dieses Fotoshooting verkörpert alles davon und nicht nur das. Es zeigt auch mich und meine Seele. Ich bin mehr als dankbar für diese Erfahrung!

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