Winterhochzeit im Fischhaus

Am Wochenende habe ich ein Seminar besucht, auf dem es um Persönlichkeitsentwicklung ging. Es gab sehr viele Einzel- und Teamaufgaben zu lösen. Unter anderem mussten wir uns zwei Fragen stellen (die sehr eng zusammenhängen): 1. Was andere davon haben, dass es mich gibt und 2. Warum ich tue, was ich tue. Sehr spannend – zum einen weil ich im Laufe des Tages meine erste Antwort korrigieren musste. Zum anderen weil ich festgestellt habe, dass Fotografie nur Mittel zum Zweck ist. Eigentlich sind es Beziehungen und das Miteinander, das mich umtreibt. Wie gehen Menschen miteinander um und warum. Ich hinterfrage viel, ich lerne viel dazu und setze das alles natürlich auch fotografisch um. Dabei ist ganz besonders meine Rolle wichtig – in welcher Beziehung stehe ich zu dem Pärchen, zu der Familie, die ich fotografiere. Kann ich mich einfühlen? Liegen wir auf einer Wellenlänge? Haben wir Verständnis füreinander, für unsere Gefühle, unser Tun, die Wünsche und Vorstellungen? Wenn alles zusammenspielt, fühlt es sich für alle gut an und das Ergebnis – bei mir in Form von Fotos – machen die Beteiligten glücklich.

Die Hochzeit von Torsten und Janet hat – wie jede Hochzeit – kleine Herausforderungen mitgebracht, wo es sich ausgezahlt hat, dass wir uns sehr ähnlich sind und uns beim Probeshooting kennen gelernt haben. Janet ist ein wirklich quirliger und super energetischer Mensch. Sie plant, organisiert und redet unglaublich viel :). Für mich war letzteres eigentlich gar nicht wichtig, weil wir uns auch ohne Worte verstanden hätten. Torsten ist der Lenker, der Janets Energie in die richtige Richtung leitet, sie hält und auch kritisch hinterfragt. Und ich bin genau dazwischen. Im Herzen bin ich etwas chaotisch veranlagt aber in angespannten Zeiten super konzentriert und ruhig.

Winterhochzeit auch ohne Schnee

Und wenn ich nun auf diese schöne Winterhochzeit zurückblicke, war alles sehr harmonisch und rund. Ganz wichtig war für uns auf jeden Fall der gemeinsame Beginn des Tages mit den Vorbereitungsbildern zu Hause. Die Trauung auf Schloss Albrechtsberg passte zu den beiden wie die Faust aufs Auge. Für viele empfinde ich das Schloss als zu mondän, aber für diesen Tag war es genau die richtige Wahl. Für die Paarbilder sind wir zum Blauen Wunder gefahren, eine Gegend die Torsten und Janet viel bedeutet. Leider hat der Winter uns einen Strich durch die Rechnung gemacht. Schnee fiel erst am nächsten Tag – so war es nur kalt und etwas regnerisch. Zum Aufwärmen und Feiern ging es dann ins Fischhaus.

Zusammengefasst muss ich sagen: Ich habe noch keine Winterhochzeit erlebt, die mich nicht überzeugt hat – trotz fehlendem Schnee. Durch die Kälte draußen rücken die Gäste noch näher zusammen, es ist sehr entspannt und das Licht ist einfach wundervoll!

Und ein riesiges Dankeschön geht noch an Fabienne Lunden, die das Frisieren und Make-Up übernommen habt. Ihr könnt sie über Marijana Kalbas buchen.

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