Künstlerischer Dienstleistunghandwerker

Künstlerischer Dienstleistungshandwerker. Ist das nicht herrlich? Über diesen Begriff bin ich letztens zufällig gestolpert und ich finde ihn urkomisch und auf den Punkt zugleich. Er fasst doch perfekt die Zwickmühle zusammen, in der wir Fotografen uns befinden. Ganz sicher gibt es vor allem in der Hochzeitsbranche ähnliche Gewerke (wie Juweliere oder Floristen), die eine Sache vereint: Die Frage, was wir sind.

Dienstleister? Klar – wir werden ja gebucht, um spezielle Wünsche des Kunden zu erfüllen. Aber so ganz trifft das nicht zu. Die Wünscheerfüllung ist nicht grenzenlos. Wir wollen durchaus in unserem Stil und in unserer Arbeitsweise bleiben und in diesem Rahmen Dienstleister sein.

Und damit wir das auch perfekt können, fließen unsere Sichtweise, Vorstellungen und unser Geschmack mit ein. Das geht ja auch nicht anders. Ich werde ja schließlich dafür gebucht, damit ich genau das mache, was ich auf meiner Website zeige und nicht etwas vollkommen anderes. Damit bin ich ein Künstler. Denn ich arbeite zwar im Rahmen der Wünsche aber letztlich verwirkliche ich meine Ideen mit durchaus vielen künstlerischen Aspekten.

Was ist denn nun mit dem Handwerker? Auch völlig klar: Ich bin (Pflicht-)Mitglied der Handwerkskammer.

Der etwas sperrige Begriff künstlerischer Dienstleistungshandwerker trifft also ins Schwarze.

Und was sagt das Herz? Der Akt der Dienstleistung bringt freilich die Aufträge. Das Handwerk ist die Basis, ohne meine Kamera perfekt zu beherrschen, könnte ich nicht arbeiten. Dennoch: Der Aspekt der Kreativität ist der wichtigste! Denn er ist die intrinsische Motivation (Wikipedia *zwinkersmiley*), das Zugpferd, die wichtigste Säule des eigenen Tuns.